- Offene Verwaltung
AOC-Zufriedenheitsumfragen: Zuhören, um öffentliche digitale Dienste zu verbessern
Die im Jahr 2024 durchgeführten 237.000 Umfragen ergaben, dass 80 % unserer Nutzer sehr zufrieden oder zufrieden sind mit...
In einer zunehmend digitalisierten Welt ist es überraschend, dass sich junge Menschen – die sogenannten Digital Natives – nicht wohl dabei fühlen, über digitale Kanäle mit der öffentlichen Verwaltung zu interagieren. Das ist das Paradoxon der Forschung des AOC und bietet eine eingehende Analyse zur Verbesserung dieser Beziehung. Die Untersuchung umfasste drei Phasen: Analyse des digitalen Verhaltens, qualitative Interviews und einen partizipativen Workshop mit jungen Menschen.
Junge Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren verfügen über unbestreitbare digitale Kompetenz. Sie nutzen regelmäßig TikTok, Instagram, YouTube, WhatsApp, ChatGPT oder Amazon. Sie sind multitaskingfähig, kreativ und erwarten sofortige Antworten. Aber wenn es um den Umgang mit der Verwaltung geht, Ihre Erfahrung wird frustrierend: nicht intuitive Benutzeroberflächen, Fachsprache, lange Prozesse und ein Mangel an empathischer Reaktion.
Obwohl die meisten jungen Katalanen digitale öffentliche Dienste nutzen, sind ihre Erfahrungen oft negativ. Sie erwarten ein ähnliches Erlebnis wie private Plattformen, stoßen jedoch auf langsame, unkoordinierte Systeme, die schlecht an ihre Bedürfnisse angepasst sind.
Die Interviews mit 17 jungen Menschen aus verschiedenen Schichten (Studenten, Arbeiter, Arbeitslose oder Selbständige) ergaben eine allgemeine Wahrnehmung von Langsamkeit, Mangel an Empathie und DesorganisationDigitale Verfahren werden als bürokratischer „Escape Room“ angesehen: zu viele Schritte, Wiederholungen, technische Fehler und fehlende Nachverfolgung.
Junge Leute suchen lieber auf ChatGPT nach Antworten, als offizielle Webseiten zu konsultieren. Unklare Anweisungen, juristische Fachbegriffe und die Schwierigkeit, nützliche Informationen zu finden, stellen dabei Hürden dar.eres wiederkehrend. Hinzu kommt, dass das Fehlen von vorherigen Terminen und der schlechte Telefonservice das Gefühl der Abgeschiedenheit noch verstärken.
El partizipativer Workshop brachte 15 junge Menschen zusammen, die in drei Teams aufgeteilt an Herausforderungen durch Dynamiken wie die Empathiekarte, die Kontextkarte, die Brainstorming und Prototyping. Die Teilnehmer identifizierten Hindernisse.eres, Emotionen und Bedürfnisse sowie vorgeschlagene konkrete Lösungen.
Junge Menschen leiden unter Frustration, Stress und mangelnder Kommunikation. Sie fühlen sich ignoriert, wenig gehört und unmotiviert, Verfahren einzuleiten. Die Bürokratie macht sie faul, und sie haben den Eindruck, dass die Verwaltung nicht ihre Sprache spricht.
Die Teams entwickelten drei Prototypen, die auf zuvor identifizierte Herausforderungen reagieren. Wir zitieren sie zur Veranschaulichung:
Ein intelligenter Chatbot, der mit den Vorschriften und Verfahren der Generalitat und der lokalen Verwaltung vertraut ist. Er fungiert als zentraler Zugangspunkt: Der Benutzer meldet sich an, stellt eine Frage und erhält klare Antworten, personalisierte Schritte und direkte Links.
Vorteile:

Ein rund um die Uhr erreichbares Bürgerservicesystem, das über das Internet, Apps und physische Kioske zugänglich ist. Es wurde entwickelt, um universelle Zugänglichkeit zu gewährleisten, insbesondere für Menschen ohne Geräte oder mit geringen digitalen Kompetenzen.
Vorteile:
Eine spielerische Plattform, die alle Vorgänge in einem einzigen Bedienfeld vereint. Sie umfasst einen integrierten Chat, symbolische Belohnungen und ein visuelles und intuitives Erlebnis.
Vorteile:
Die drei vorgestellten Projekte sind konkrete Beispiele dafür, wie wir eine menschlichere, effizientere und an die digitalen Gewohnheiten junger Bürger angepasste Verwaltung erreichen können. Und ob machbar oder nicht, sie sollten uns helfen, ihren Forderungen Gehör zu schenken.
Wir müssen die Vorschläge junger Menschen als Chance für die Transformation der digitalen öffentlichen Verwaltung verstehen. Einige zentrale Handlungsfelder, die wir daraus ableiten, sind:
Junge Menschen wünschen sich nicht unbedingt Technologie, sondern eine verständliche, klare und einfühlsame Erfahrung. Sie möchten das Gefühl haben, dass ihre Zeit wertgeschätzt wird, dass ihre Bedürfnisse ernst genommen werden und dass sie der Verwaltung als öffentlichem Dienstleister vertrauen können.
Öffentliche Verwaltungen haben die Möglichkeit – und die Verantwortung –, jungen Menschen zuzuhören und sie in die Gestaltung digitaler Dienste einzubeziehen.
Wenn wir eine wirklich digitale Verwaltung wollen, muss sie auch zugänglich, klar, einfühlsam und nützlich sein. Nur so können wir ein Vertrauensverhältnis zu den neuen Generationen aufbauen und eine aktive, informierte und engagierte Bürgerschaft gewährleisten.